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Minimalistische Architektur 

Der Begriff Minimalismus wurde zunächst in der Welt der Kunst gebraucht, um das Wirken von Donald Judd, Sol Le Witt und anderen zu charakterisieren. Bald zeigte sich auch in der Architektur die Fruchtbarkeit dieser kreativen Herangehensweise. Das Werk von bedeutenden zeitgenössischen Architekten ist ganz oder teilweise dieser Haltung verpflichtet. Die vorliegende Darstellung untersucht zunächst die historischen Wurzeln dieser Strömung: Loos, Wittgenstein, Mies und Asplund gehören zu den maßgebenden Vorläufern. Im Hauptteil des Buches finden dann die aktuellen Protagonisten minimalistischer Architektur eine eingehende Würdigung – u. a. Tadao Ando, Luis Barragán, Alberto Campo Baeza, A.G. Fronzoni, Michael Gabellini, John Pawson, Claudio Silvestrin, Eduardo Souto Moura und Peter Zumthor.

Das Buchlayout ist in seiner strengen Klarheit dem Gegenstand angemessen. Eine knappe Auswahl wichtiger Texte der betreffenden Architekten rundet diese thematische Monografie ab, die einen fundierten Überblick zum Minimalismus bietet, einem der Haupttrends gegenwärtiger Architektur.

Autor: F. Bertoni, 2002, 224 Seiten, 400 Abb. 29 x 26 cm., geb.
Kohlhammer-Verlag, Stuttgart

ISBN-Nr.: 3-7643-6651-6
Preis inkl.  CHF 108.–

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Auf dem Weg zum Neuen Wohnen

Die Stuttgarter Weißenhofsiedlung war 1927 noch nicht vollendet, als bereits einige Werkbundarchitekten in Breslau an den Plänen einer weiteren Bauausstellung arbeiteten, die die Ideen des Neuen Bauens in Schlesien verbreiten sollte. Anders als mit Le Corbusier, J. J. P. Oud und Mart Stam u.a. in Stuttgart-Weißenhof waren 1929 an der Breslauer Schau ‹Wohnung und Werkraum› (WUWA) keine ausländischen Architekten beteiligt. Die an der fortschrittlich orientierten Breslauer Akademie tätigen Architekten Hans Scharoun und Adolf Rading sorgten dennoch für spektakuläre Projekte von internationaler Bedeutung.
Nicht allein ihre Bauten, sondern auch die von einer durchgehend modernen Bauauffassung getragenen Werke von Theo Effenberger, Moritz Hadda oder Heim & Kempter ließen die WUWA zu einem wichtigen Manifest des Neuen Bauens werden, das jedoch in der Nachkriegszeit durch die deutsch-polnische Separation weitgehend in Vergessenheit geriet.
Das Buch ist die erste zusammenfassende Veröffentlichung zur Werkbundsiedlung Breslau von 1929. Im umfangreichen Abbildungsteil werden Photos und Pläne sowie sämtliche Bauten im Modell teilweise erstmals publiziert. Texte von ausgewiesenen Fachleuten erläutern die Planungs- und Baugeschichte der WUWA, technologische, denkmalpflegerische und städtebauliche Aspekte sowie die Bedeutung der Breslauer Werkbundsiedlung für die Entwicklung der Architektur der Moderne.

Autor: Werkbundsiedlung, 1996, 96 Seiten, 119 Abb., 26 x 21 cm, geb.
Birkhäuser-Verlag, Basel

ISBN-Nr.: 3-7643-5420-8
Preis inkl.  CHF 38.–

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Bauen und Zeitgeist - Ein Längsschnitt durch das 19. und 20. Jahrhundert


Die Wechselwirkung zwischen der Baugestalt und jeweiligem gesellschaftlichen Kontext, in dem die Bauwerke entstehen, ist Thema dieses Buches. Schon die ersten beiden Beiträge über die romantische Ruinenarchitektur sowie über Metall und Glas als Insignien der Industrialisierung zeigen die Spannbreite des Bandes. Von dort wird der Bogen geschlagen über das Wien der Jahrhundertwende, die Gartenstadtbewegung, die Idee der Wohnmaschine, das Bauhaus als Kristallisationspunkt der Moderne, die Monumentalarchitektur des Totalitarismus bis hin zum Shoppingcenter als sakralem Raum der Gegenwart. An verschiedenen Stationen zeigt das Buch auf, wie veränderte soziale Verhältnisse veränderte Bauaufgaben bedingen, welchen Einfluss der technische Fortschritt auf die verwendeten Materialien und damit auf die Architektur hat, und wie der Wandel der Baustile und -methoden in vielem ein Ausdruck des gesellschaftlichen Mentalitätswandels ist.

Die Autoren
Ernst Piper, München und Berlin, Verleger und Historiker mit dem Schwerpunkt Kultur- und Geistesgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.
Julius H. Schoeps, Professor für deutsch–jüdische Geschichte an der Universität Potsdam und Direktor des Moses-Mendelssohn Zentrums für europäische Studien in Potsdam.

2003, 256 Seiten, 120 Abb., 24 x 17 cm, gebunden
Birkhäuser-Verlag, Basel

ISBN-Nr.: 3-7643-5947-1
Preis inkl.  CHF 45.–

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Collage City

Collage City ist eine Kritik der modernen Architektur und zugleich der Aufruf, Theorie und Praxis von Planung und Städtebau zu überdenken. Colin Rowe und Fred Koetter erklären die moderne Architektur als Heilsbotschaft und den modernen Städtebau als Versuch, eine Idealvorstellung von totaler Ordnung zu verwirklichen. Sie unterscheiden zwei Arten von Utopien: Utopie als Objekt der Betrachtung und Utopie als Handlungsanweisung. Sie unterscheiden zwei Arten von Modernismus: den technikbesessenen und möchtegern-wissenschaftlichen Modernismus und einen ganz anders gearteten Modernismus der modernen Kunst (eines Picasso, Strawinsky, Joyce, T.S. Eliot). Während der erste sie abschreckt, begrüßen sie die Implikationen des zweiten. Die Collage wird dabei als Verfahren und Geisteshaltung des Architekten propagiert, indem das Vorhandene als Grundlage für die Weiterentwicklung der Stadt dienstbar gemacht wird.
Diese Ausgabe ist durch ein neues Nachwort von Colin Rowe ergänzt.

Autor: C.Rowe, A.Koetter, 292 S. m. 250 Abb. 24 x 17 cm, broschiert
Birkhäuser-Verlag, Basel

ISBN-Nr.: 3-7643-5608-1
Preis inkl.  CHF 54.–

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